Meinen Reisebericht über Kambodscha verfasse ich nun ca. 2 Wochen nach dem wir in Deutschland wieder angekommen sind. Kaum zurück werde ich mit spannendsten Fragen zu Kambodscha gelöchert: Kann man sich dort außerhalb des Hotels frei bewegen? Sind die Menschen dort wirklich so arm? Gibt es noch die roten Khmer?
Ehrlich gesagt kann ich gar keinen Reisebericht über Kambodscha als Land schreiben. Warum? Ich erkläre es so:
Von der Grenze in Poi Pet bis nach Siem Reap sind es gut 3 Autostunden. Vorbei an endlosen Reisfeldern, die sich im April durch die allgemeine Trockenheit zu einer Mondlandschaften formen. Vereinzelt kreuzen kleinere Dörfer und Kuhherden unseren Weg, sonst nichts.
Danach beginnt plötzlich das Grün und Bäume säumen die National Road Nr. 6. Keine 10 Minuten später ist man in Siem Reap und wie in einem anderen Land: Hotels im Kolonialstill, Kentuck Fried Chicken neben Prada und adidas Store. Man merkt hier: das Land hat den Schalter auf Tourismus umgelegt, denn man weiß, es ist der einzige Wirtschaftszweig neben der Reisproduktion im Land.
Das Geld der zu meist asiatischen Touristen gelangt bis max. 10 Autominuten vor die Stadt, dann beginnen anschließend wieder die Mondlandschaften. (BTW: nur etwa 30.000 Deutsche bereisen das Land im Jahr)
Aus diesem Grund behandelt mein Reisebericht ausschließlich den Angkor Nationalpark mit seiner Fläche von rund 300qkm und die darin eingeschlossenen, atemberaubenden Tempelanlagen.
Angkor Wat
Die Tempelanlage Angkor Wat ist zweifellos weltweit bekannt und wird oft als Synonym für den Angkor Nationalpark verwendet. Ebenfalls zweifellos ist, dass sich hier die Touristen die Klinke in die Hand geben. Wir hatten das Glück, dass unser Khmer-Guide uns zur richtigen Zeit dort durchgeführt hat.
Die Anlage zeichnet sich durch einen Hauptkomplex aus, der von einem Baiseng umschlossen ist. Die 5 Türme des Tempels sieht man nur aus dem 45° Winkel und stellen jeweils eine geschlossene Lotusblüte dar. Läuft man vom Haupteingang auf den Tempel zu sieht man nur 3 Türme, die man auf der kambodschanischen Nationalflagge wiederfindet.
Im Inneren sind die 4 Hauptmauern á 500m mit zahlreichen Darstellung von Buddha, Kämpfen und Kriegen, sowie Szenen des Alltages aus der Zeit um 1000 v. Christi verziehrt. Die Detailtiefe der Reliefs und allgemein der Sandsteinarbeiten ist überwältigend und man glaubt gar nicht, dass diese seit über 1000 Jahren hier stehen und allen Wettereinflüssen trotzen. Übrigens auch der Amerikanischen Armee, die hier zur Zeit des Vietkong die Anlage bombardiert hat.
Südtor / Angkor Thom
Das Südtor zu Angkor Thom der "großen Hauptstadt" ist ein wichtiger Punkt auf meiner Fotoliste gewesen. Ich weiss nicht warum dieses Tor auf mich so eine enorme Wirkung hat. Vermutlich dadurch das es als Eintritt in die Vergangenheit gilt und dies mit den aufgesetzten Gesicht auf seiner Spitze besonders stark unterstreicht.
Fest steht, das schon im Mittelalter die Könige in unserem Land von Asien phasziniert waren, wie man am Schloss Pillnitz in Dresden unschwer erkennen kann. Genauso geht es mir bei dem Südtor.
Erstaunlich das heute immernoch eine Hauptstrasse durch das Tor führt. :-)
Bayon
Highlight auf der Fotoliste war ganz klar: der Bayon Tempel. Kurz nach dem Südtor in Mitten des Urwalds baut sich dieser Temple auf und läßt in mir das Herz höher schlagen.
Soviel ungeordnete Steine die sich zu einem gewaltigen Gesamtbild fügen, habe ich bisher noch nicht in meinem Leben gesehen. Das Panorama von Bayon ist eine versteinerte Skulptur aus dem 12. Jahrhundert, als hier das Khmer-Reich seinen kulturellen Höhepunkt hatte.
Durch die Treppe gelangt man auf ein Plateau und man kann zwischen den Gesichtern den Tempel durchlaufen. Das musste ich nutzen und bin den Weg dreimal mit unterschiedlichen Objektiv abgewandert und ich hätte noch Stunden weiter fotografieren können.
Mein Resume: DER WAHNSINN!!!
Banteay Srei
Eine halbe Autostunde von Siem Reap entfernt liegt der sog. Frauentemple. Hier möchte ich besonders auf die sehr fein gearbeiten und gut erhaltenen Reliefs hinweisen, die eigentlich kaum ein Steinmetz aus der Gegenwart besser formen könnte. Der Tempel selbst zeichnet sich vorallem durch seinen roten Tuf- und Lavastein aus und hebt sich damit deutlich von den der anderen Templen ab.
Besonders schön ist es in den Nachmittagsstunden: das Licht läßt den roten Stein besonders schön leuchten. Wichtiger Hinweis, fast alle Tempel werden zwischen 17:00 und 18:00 Uhr geschlossen.
Ta Prohm
Abschluss der Tempelreihe bildet der zweit bekannteste Tempel: Ta Prom mit seinen gigantischen Würgefeigen.
Die Bäume wachsen bis zum 60 Meter hoch in den Himmel und umschlingen dabei alles was ihnen in die Quere kommt. In den Kronen hängen Bienenstöcke und unten schauen die Menschen gebannt auf dieses Naturgemälde, als würde gerade Tarzan oder Lara Croft an einer Liane vorbei schwingen.
Resume: Lara Croft - Tomb Raider wurde tatsächlich hier gedreht!
Phnom Kulen
Nach den vielen vielen Tempeln folgte noch ein buddhistischer Höhepunkt.
Phom Kulen beschreibt ein Berg ca. 1,5 Autostunden von Siem Reap entfernt auf dessen Spitze ein 30 Meter langer, liegender Buddha trohnt. Laut unseren Guide ist für die Khmer dies einer der heiligste Wahlfahrtsorte Kambodscha. Dementsprechend viele Menschen waren dorthin angereist, aber die sächsische Reisedelegation bildete den einzigsten Ausländeranteil. Aber das macht nix - Sachsen findet man überall. ;-)
Auf den Berg fährt für 20USD bis quasi vor die Tür. Eine ausladende, langgestrecke Treppe und das Haupttor begrüßen die Gäste von Phnom Kulen. Oben angelangt entledigt man sich seiner Schuhe und besteigt die überdachte Spitze. Da liegt er nun, der Meister, der Buddha. Nein viel besser, er macht den Eindruck als ob er nach einen guten Mittagessen zufrieden schläft. Seine Jünger huldigen und streicheln ihn, opfern viele kleine Geldscheine um mit besonders viel Glück und Wohlstand beschenkt zu werden.
Obwohl hier die Menschen ihr letztes Hemd spenden, hatte ich den Eindruck das in Phnom Kulen der Buddhismus in einem harmonischen Zusammentreffen mit seinen Anhängern zusammen gekommen ist.
Der Tonle Sap und das schwimmende Dorf
Abschluss meiner ersten Kambodscha Reise war der Tonle Sap mit seinem schwimmenden Dorf:
Über einen kleinen fast ausgetrockenen Kanal bringen uns zwei halbstarke Kapitäne auf den See. Dieser ist das Zuhause für hunderte vitnamesische Familien, die hier illegal leben und von den Khmer verachtet werden. Aber sie sind nunmal da und die Khmer verdient mit ihnen als Toursitenattaktionen, so dass man sie hier leben läßt.
Auf schwimmenden Häusern mit Küche, und Schlafleben sie. Gewaschen wird im See und mit Holzbooten als Transportmitteln ist man unterwegs. Wie sie hier leben erschließt sich mir nicht wirklich und wovon schon gar nicht. Erstaundlich finde ich jedoch das dieses Völkchen von Vitnamesen überlebensstark genug ist, um bis heute zu überlebt. Leider bleibt abr keine Zeit die Gedanken und Eindrücker zu vertiefen.
Guten Tag bzw. Sawasdee kar aus Koh Chang.
Koh Chang, oder auch Ko Chang geschrieben, ist eine Insel, 3x größer als Hiddensee, am südöstlichen Zipfel von Thailand. Direkt an der kambodschanischen Grenze gelegen ist sie bis zu 95% mit natürlichen Urwald bedeckt. Teile der Insel sind bis heute unberührt und Bettenburgen findet man zum Glück nicht.
Da dies meine erste Thailandreise ist und die Eindrücke sehr viele sind, teile ich meinen Fotobericht in folgende Bereiche:
Ankunft in Bangkok und erste Eindrücke
Der Flughafen von Bangkok ist Wahnsinn und für ein asiatisches Land wie Thailand einfach riesig. Kurz nach der Landung unserer Maschine aus Berlin-Tegel hasteten wir gefühlte 3 km zum nächsten Flug nach Trat. In diesem Kühlschrank von Flughafen tummeln sich Tausende von Menschen um von A nach B zu kommen. Der Flughafen von Frankfurt wirkt für mich winzig dagegen.
Vorletzte Station vor Ko Chang ist der Flughafen Trat. Er ist ähnlich gestaltet wie der Flughafen von Ko Samui. Es gibt eine Lande- und Startbahn und man wird mit kleinen Bimmelbahnen vom Flugzeug abgeholt. Das "Terminal" besteht aus einem großem bambusbedecktem Haus und ein Auto bringt das Gepäck direkt in die Wartehalle. Man fühlt sich wie in einem kleinem Paradies angekommen. Klasse!
Auf die Insel kommt man anschließend mit einer großen Autofähre, die ca. 45 Minuten vom Festland aus benötigt. Der Blick von der Fähre auf den Horizont überrascht, denn man sieht eine große Insel mit ungewohnt hohen Bergen. Der höhste Punkt von Ko Chang ist 600m ü.d. Meeresspiegel, wobei das umliegende Festland von Trat sehr flach ist. Hier hat jemand tatsächlich eine kleine wunderbare Bilderbuchinsel geschaffen, man fühlt sich ein wenig wie Freitag oder doch Robinson?
Flora und Fauna
Was bei uns mühsam und doch spärlich wächst, ist hier mindst. 4mal so gross. Die Monstera meiner Schwiegermutter ist ca. 30cm als gesamte Pflanze. Im Urwald ist mir ein Blatt dieser Monstera begegnet - es war größer als ich (1,83m). Was soll ich noch sagen, die Schönheit und die Größe zeigen nun die Bilder.
Essen am Strand
... ist einfach genial und die Feuerspiele der jugendlichen Thailänder tun ihr übriges, dass der Strand zum kuliunarischen Colloseum wird. Gebratener Fisch in Lemon-Soße, Green Curry oder Beef in Oyster-Soße - alles spicy und sehr sehr lecker. Die Thailänder verstehen es überhaupt nicht, warum wir Deutschen alle Speisen mit Reis essen. Alle Gerichte werden normalerweise pur verzehrt. Was soll's ... haut rein:
Kochen auf thailändisch (spicy)
Das, was man gern essen möchte, will man auch gern zubereiten. Auf diese Weise lernt man zum einen die Hauptgerichte (Dishes) kennen und zum anderen die richtige Zubereitung für die daheimgebliebenen Freunde. ;-)Bei Kati's Kulinary checkten wir uns daher für einen Kochkurs ein.
Kati teilte die Teilnehmer in Team Finland, Team Germany I und Germany II ein und wir kochten gemeinsam Spring Roll's (Frühlingsrolle) und Green/Red Curry. Natürlich wurde von der Curry Paste bis zum Innenleben der Spring Roll's alles selbst hergestellt. Am Ende standen nach 6 Stunden rund 10 Gerichte auf dem Tisch und jeder Teilnehmer hat sein Examen mit "Kitchen Chef" bestanden. Man, war das lecker!
Handeln, Handeln, Handeln
Auf Thailands Straßen und so auch auf den Straßen von Ko Chang tummeln sich eine Menge Händler mit Nick Nack und allerlei gut gemachten bzw. gut gefälschten Klamotten.
Wenn einem etwas gefällt und man Interesse zeigt wird dies sofort von den Adleraugen des Händlers bemerkt und man wird fachkundig beraten. Fragt man anschließend nach dem Preis tippt der oder die Thai einen überteuerten Preis auf einen Taschenrechner ein. Nicht ohne Grund, den Handeln gehört zum guten Ton. Sprüche wie "Mama mia .. to low to low" oder "I have two small kids at home" sind Normalität und 20-40% Preisnachlass sollten immer drin sein. ;-)
Elefantenreiten und -schwimmen
Elefanten (thailändisch: Chang) kennt man aus dem Zoo, wo man sie aus ca. 20-30m Entfernung bewundern kann. Auf Ko Chang kann man mit Dickhäutern durch den Urwald über Stock und Stein reiten.
Höhepunkt des zweistündigen Ausflugs ist ein Bergtümpel, in dem zwei Elefanten-Mamas zum schwimmen bitten. Natürlich nicht nur schwimmen sondern auch gleich zum Schruppen der Haut. Aber das macht man gern, man kann schließlich nicht jeden Tag einen Elefanten streicheln, reiten, füttern und putzen.
Snorkeling / Insel hopping
Schnorcheln ist was Feines: Kopf unters Wasser und schwupps .. blub .. blub ist man im Aquarium.
Mit einem Speedboot steuerten wir in Richtung Koh Mak an ein süßes kleines Riff an. Die Unterwasserwelt ist herrlich und nach meinem Eindruck fast ein bisschen besser als auf den Malediven 2006. Leider fehlt mir für meine IXUS immernoch ein passendes Unterwassergehäuse, um die wunderschön grünen Korallen einzufangen.
Auf dem Boot und am Strand gab es dann zwischendurch herrlich frische Wassermelonen und Ananas. LECKER!!!
Songkran
Songkran ist das Fest zum Thailändischen Neujahr vom 13. - 15.04. An diesen Tagen wird die Vertreibung der bösen Geister überschwenglich gefeiert und nun weiß ich den Grund, warum es in Thailand derart viele Pickups gibt:
Man trifft sich an der Strasse oder rottet sich auf Pickups zusammen und versucht jeweils den Gegner nass zu spritzen. Die Pickups haben dazu riesige "Buckets" mit Wasser geladen, damit die Kids ihre Wasserpistole dauerhaft laden können. Der Feind auf der Strasse ist meist gleich mit einer festen Wasserleitung bewaffnet. Dazu läuft aus allen Ecken Tanzmusik, so dass man sich diesem Treiben gar nicht entziehen kann.
Katja und ich sind selbst so nass geworden, das unsere Jeans nach zwei Tagen immernoch nicht richtig trocken waren. Wer also Ballermann satt hat, sollte sich Songkran in Thailand gönnen!
Die Eindrücke haben sich gesetzt, die Bilder sind sortiert und bearbeitet. Nun gilt es noch einmal alle Ausflüge hier zusammen zufassen und den ein oder anderen touristischen sowie fotografischen Hinweis zu nennen. Also fangen wir an:
Lausanne & Lutry
Lausanne ist der Sitz des IOC und des internationalen Sportgerichtes, wo aktuell Claudia Pechstein gegen ihre Sperre klagt. Die Stadt ist direkt am Hang zwischen Bergen und dem Genfer See gebaut und ist quirlig gewachsen. Man findet kaum einen Fleck der nicht bebaut und mit Menschen bevölkert ist. Für Sportbegeisterte bietet The Olympic Museum einen großartigen Einblick in den Spirit und die Geschichte der Olympischen Spiele. Leider ist fotografieren nur in der Außenanlage erlaubt.
Abhilfe schafft das Musée de l'Elysée (Fotografie Museum) welches in einem schicken Chatêl beherbergt ist und im gleichen Park wie The Olympic Museum liegt. Aktuell ist hier eine Ausstellung über einen Mann, der als Gerichtsfotograf in der Zeit von 1910 gearbeitet hat. Für alle Krimi- und Horrorliebhaber sehr zu empfehlen!
Einen besonderen Flair hat die kleine Nachbarstadt Lutry, dessen Hafen zum Verweilen und Flanieren einlädt. Hier auch gleich ein ganz wichtiger Tipp, für alle die gern die französische Schweiz bereisen möchten: Viele Geschäfte und Restaurants schließen über die Mittagszeit oder bereits ab 17:00 Uhr. Das sollte man wissen, wenn man noch Besorgungen zu erledigen hat.
Chatêau de Chillon & Montreux / Vevey
Das Chatêau de Chillon liegt direkt am Ufer des Genfer Sees und soll das meist fotografierteste Motiv der Schweiz sein. Tatsächlich ist das Chatêau wunderschön am blauem Wasser gelegen und bietet für alle Fotografen ein super Motiv. Diese Sicht trübt jedoch die magere Innenausstattung, welche man für happige 12 CHF p. Personen + 6 CHF für den Audiokommentar besichtigen darf. Tipp: Schaut es euch von außen an und fahrt anschließend weiter.
Von Chillon schaut man direkt auf Montreux, der legendären Stadt des Internationalen Jazz Festivals und letzte Ruhestädte von Freddie Mercury. Dementsprechend verbindet man mit der Stadt eine einladende Promenade mit kleinen Cafés und herrlichen Restaurants, die die Meeresfrüchte tagesfrisch anbieten. Leider trübt sich auch dieses Bild, wenn man die Stadt außerhalb des großen Jazz Events besucht. Neben dem prunkvollem Montreux Placa reihen sich ausschließlich 70er Jahre Hotel- und Lückenbauten. Einzig empfehlenswert ist das Denkmal zu Ehren Freddie Mercury's.
Vevey ist eine Mischung aus Lausanne und Montreux. Wieder direkt zwischen Bergen und dem Wasser gebaut ist diese Stadt eher ruhig gewachsen. Die Häuser könnten von der Bauart her sogar in Deutschland stehen und man fühlt sich irgendwie wohl. Vevey ist darüber hinaus auch der Hauptsitz des Nestlé Konzerns, der unter anderem ein Museum über Lebensmittel unterhält. Aus diesem Grund steckt am Ufer eine riesige Gabel im Wasser, was man überhaupt nicht erwartet.
Gruyère & Moléson
Zitat aus einem Reisebericht: Wöllte man in einem Märchen die Schweiz mit ihren ganzen Klischees überspitzt darstellen, so wäre Gruyère der perfekte Ort dafür. Eingerahmt von Bergen, steht das Örtchen selbst auf einem Hügel mitten in einem flachem Tal.
Übrigens gibt es in Gruyère den perfekten Ort für ein traditionelle Käsefondue/-raclett. Im Le Chalet wird die kulinarische Schweiz zu einem Genusstempel auf 35qm. Einfach Klasse!
Der Berg Moléson ist ein beliebtes Ausflugsziel, da man ihn gut mit Gruyère verbinden kann. Erst ein leckeres Käsefondue und dann bezwingt man den Berg - oder anders herum. Das besondere ist, dass auf dem Berg eine Zahnradbahn hinauf führt und diese im Vergleich günstig ist (8 CHF p. Person). Von der Mittelstation aus kann man gemütlich in 2-3 Stunden in das Tal wandern.
Zum Schluss sollte man auf jedenfall noch den Gruyère Fromagerie Shop mitnehmen!
Bern
... ist wunderschön. Für die Einen zum Shoppen, da Bern das Schweizer Mekka in Sachen Boutiquen ist und für die Anderen zum Fotografieren (Street Fotografie). Die Altstadt zeichnet sich durch lange geradlinige Straßen die parallel zueinander verlaufen aus und aller 500m wird dieses Bild durch Brunnen eingerahmt. Die Häuser stehen direkt an der Straße, beherbergen Arkarden und bilden damit gleichzeitig die Einkaufszeilen. Von der Altstadt kann man über Treppen hinunter zu den anderen Stadtteilen gelangen. Wer zwischen dem Shoppen eine Stärkung braucht, sollte unbedingt die Schweizer Rösti im Restaurant Falken probieren.
Die folgenden Bildern sind übrigens größtenteils in Schwarz/Weiss entstanden, da es an diesem Tag trüb und regnerisch war und irgendwie gut zur Street Fotografie passt.
Zermatt (Matterhorn)
Letzte Station unserer Schweiz-Reise, ist das Dorf Zermatt am Fuße des höchsten Berges der Schweiz, dem Matterhörnli (4.478m).
Um das in der Nebensession verschlafene Dörfchen zu erreichen, muss man das Auto im Vorort Täsch abstellen und mit der Matterhorn Gotthard Bahn ca. 15km nach Zermatt fahren. Hintergrund ist, dass Zermatt seit Jahrzehnten Autofrei ist und nur Elektroautos dort fahren dürfen. Wahrscheinlich liegt diese Verordnung auch an den engen Gassen, die nur wenig Platz für Autos bieten würden. In Zermatt angekommen wird man vom hoteleigenen Elektroauto abgeholt und bis quasi vor das Zimmer gebracht. Strange, aber irgendwie auch cool.
Das Matterhorn an sich ist nur bei klarem Wetter zu erleben. Wir hatten zum Glück 2 Tage lang den "Blickli" direkt auf das Matterhorn, einfach genial! Auf den Berg selbst kann man nicht, jedoch mit der Gornergart Bahn auf den Gornergrat bis auf 3.100m.
Für rund 60 CHF p. Person fährt man ca. 40 Minuten bis auf den Gipfel. Es lohnt sich einen Zwischenstopp zur Station "Rotenboden" einzuplanen und von dort aus zum Riffelsee zu laufen. Im Sommer spiegelt sich das Matterhorn in dem See, was bestimmt zum schönsten Motiv in der Schweiz gehört. Da z.Z. aber Winter ist gibt es eben nur Winterimpressionen. BTW, Sehr zu empfehlen bei dem Wetter sind Lowepro Handschuhe.
Viele Menschen fragen mich: "Wie war es in Nepal? Hast du dich gut erholt?"
Ich denke wenn man nach Nepal fährt, will man die Menchen, die Kultur und das Land kennenlernen und damit läßt sich Erholung nur schwer vereinbaren. Man sollte sich klar sein, das es richtig Kraft kostet das Land zu bereisen und zu erfahren. Nepal hat keinen einzigen Kilometer Eisenbahnschiene und so muss jeder Meter entweder zu Fuß oder mit dem Auto zurückgelegt werden.
Anbei eine Impression des Bus Verkehrs:
Wenn man die Kultur Nepals betrachtet, ist es ein unglaublich Schatz an Monumenten und Bauten, die man in der Anzahl sicher in keinem anderen asiatischen Land finden wird. Allein im Kathmandu Valley gibt es über 5 Weltkulturerbe der UNESCO. An jeder Ecke findet man kleine und große Tempel, die immer wieder zum Staunen einladen. Leider gibt es aber den bitteren Beigeschmack, das fast alle dieser schönen Gebäude und Sehenswürdigen sich im Verfall befinden und von den Tauben regelrecht zugepflastert werden. Es kümmert niemanden, wie vor den Augen Aller das Eigentum der Gesellschaft vergammelt und zerfällt.
Die Menschen sind der zweite Schatz des Landes, auch wenn die Gesellschaft durch das Kastensystem im ideologischen Sinner zerteilt ist und keine gegenseitige Wertschätzung kennt. Dennoch hilft jeder Nepalese einem Fremden und man wird immer sehr freundlich behandelt. Nicht einmal wurde mir Negatives zugetragen, was mir ein sehr sicheres Gefühl bereitet hat. Ausnahme waren die zwei Kollegen die meine Kamera "ausleihen" wollten. Aber nicht mit mir. ;-)
Da ich zu wenig außerhalb von Kathmandu war und auch keine Expetition in Richtung Lukla und Namche Bazar oder Mustang unternommen habe, will ich das Land aus dem landschaftlichen Sinne nicht bewerten. Mir ist nur aufgefallen das das Land es sehr kark ist und die Menschen es schwer haben auf dem Land zu leben. Felder werden noch mit Ochsen bestellt, Strom ist nur wenige Stunden vorhanden und fließendes Wasser kommt evtl. von einer Bergquelle. Infrastrukturell ist somit nichts vorhanden, was die Menschen in ihrem täglichem Leben unterstützen würden. Im Gegensatz dazu funktioniert aber das Mobilfunknetz erstaunlich gut.
Mein Resume für diesen Urlaub ist, das es sich wirklich gelohnt hat die vielen kulturellen Schätze zubesuchen und damit einen Einblick in dieses so unbekannte Land zu bekommen. Auch wenn das Trekking sehr anspruchsvoll war und sicher in der Vorbereitung viele Punkte von mir nicht beachtet wurden, war es toll dadurch die Menschen ein wenig besser kennenzulernen. Dennoch werde ich so schnell nicht wieder einen Abenteuerurlaub nach Nepal planen.
Ich bedanke mich auch bei meinem Freund Felix, der mir erste diese viele Einblicke durch seine lokalen Kentnisse ermöglicht hat. Ich wünsche ihm und seiner Freundin das sie es zusammen schaffen, die Hürde in diesem Land zunehmen und gemeinsam Ihre Ziele zuschaffen. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, die beiden irgendwann mal in Europa zu besuchen. Es war schön bei euch!

Vor 5 Tagen starteten wir in das Hinterland von Nepal in Richtung tibetische Grenze zum sog. "Helambu Trek".
Gleich am ersten Tag mussten wir 1000m hoch auf den Shivapuri Pass (ca. 2400m) und 300m runter nach Chisopani (uebersetzt: kaltes Wasser). Am nächsten Tag sollte es "nur" 300m runter und 300m hoch nach Chipling gehen, aber am Ende des zweiten Tages stand für mich fest - das ist alles eine Nummer zu gross. Daher brachen wir von Chipling zurück nach Chisopani auf, um dann nach zwei Tagen Wanderung wieder an unseren Bus Stop nach Kathmandu zukommen.
Leider hat es Felix am dritten Tag durch wahrscheinlich schlechtes Essen flachgelegt. Durch Zufall erfuhr ich das es einer schwedischen Trekkerin ebenfalls nicht gut geht und diese einen Medical Transporter angefordert hatte. Mit diesen sind wir am vierten Tag nach ueber 7 Stunden Fahrzeit in Kathmandu angekommen. Natürlich war der Toyota Bus nicht für das Berggelände ausgelegt, so dass wir mehrmals den "Karren aus dem Dreck ziehen" mussten.
Trotzdem konnte ich ein paar schöne Eindrücke von Land und Leuten einfangen:
Nepal Wash Store
Ein Beispiel für den extremen Unterschied zwsichen Eurpa und Asien ist, abgesehen von dem Verkehr, das Thema Waschen, Putzen, Sauberkeit. Das Waschen von Klamotten ist nicht immer so einfach, wenn pro Tag nur 2 Stunden Wasser aus dem Wasserhahn sprudelt. Daher bringt Felix die gesamte Wäsche zum Wash Store um die Ecke, der eigentlich einem Müllplatz gleich. Irgendwie interessiert es aber niemanden und mir wurde gesagt ich solle mir nie nie niemals die Warum?-Frage stellen. Deshalb frage ich nicht warum und zeig euch einfach wo grad meine Hemden und Socken trocknen.
Barber Shop
Was in diesem Zusammenhang nicht fehlen darf ist, das man als Mann einer ordentlichen Bartpflege nachgehen sollte. ;-) Also ging es zum Barber Shop um die Ecke mit Kopfmassage inklusive. Felix hat sich noch einen Hair Schnitt verpassen lassen:
Auf gehts zu den nächsten Hotspots Kathmandu's. Diesmal gibt es eine Zusammenfassung der letzten drei Tage:
Boudhanath ist die größte Stupas der Welt und man sieht sie schon vom Flugzeug beim Landeanflug. Nach dem Frühstück im Saturday Cafe, verliessen wir die Stupa nach kurzer Zeit wieder, weil uns zu viele Händler mit ihrem Nik Nak belagerten.
Pashupatinath
Nächster Stop war Pashupatinath, ein hinduistischer Tempel bei dem man zwar Rs 200 Eintritt bezahlen darf, aber nur Hindus können wirllich den Tempel betreten. Fremde können die tolle Tempelmauern besichtigen. ;-) Dazu muss man aber erwähnen, das dieser Tempel der heiligste Tempel von allen ist und hier die toten Verwandten öffentlich verbrannt und anschließend in den Fluss geworfen werden. Diese Zeremonien darf man natürlich nicht fotogrfieren oder filmen. Vor uns wurden zwei tote Frauen verbrannt ...
BTW die Männer mit dem orangen Umhang nennt man Sudah (buddihstischer Wandermönch). Die lassen sich gerne fuer Rs 100 (ca. 1 Euro) fotografieren!
Kathmandu Durba Square
Mit Rachel und ihrem Arbeitskollegen Susan (ein Mann) waren wir auf dem quriligen Durba Square von Kathmandu. Quasi eine 1:1 Kopie von Patan nur doppelt so gross. Mir war das aber alles zu viel und ich hab nach einer Stunde die Tour abgebrochen. Nach unserem Helambu Trek werde ich mit Felix nochmal hier her kommen. Deshalb an dieser Stelle nur ein paar Eindrücke:
Mountain Flight
11.04.2009, 07:00 Uhr Flug Buddha Air 104 von Kathmandu nach Kathmandu.
Klingt komisch, aber so nennt sich der Mountain Flight über das Himalaya Gebirge. Gut eine Stunde hatte ich Zeit das riesen Panorama des Dachs der Welt zu bewundert. Auf Augenhöhe konnte ich für ein paar Minuten auch den Mt. Everest sehen. Highlight war aber das "Buddha Air Merchandise Angebot". ;-)
Aufschrift des T-Shrits: "I don't climb the Mt. Everest but I touch it by the heart." good price Rs 1500
Nachdem wir gestern abend noch die Bowlingbahn (original Brunswick) von Kathmandu mit ganzen 4 Bahnen besucht hatten, ging es heute früh um 07:00 Uhr Richtung Patan. Eigentlich ist Patan eine eigene Stadt, jedoch ist diese in den letzen Jahren an Kathmandu angegliedert worden.
Man muss dazu sagen, dass Kathmandu von Nord nach Sued inkl. Patan nur ca. 10km lang ist und trozdem hier gut 1,4 Millionen Menschen leben. Dem entsprechend braucht man mit dem Taxi auch über eine halbe Stunde dort hin. ;-) Nach unserem kontinentalen Frühstück über den Dächern des Durba Square, waren wir anschließend im Patan Museum und in fast allen der über 30 Tempel am Platz:
Patan Durba Square & Patan Museum
Swayambhunath
Um den Tag abzurunden fuhren wir anschließend zur Swayambhunath Stupa (nepali: स्वयम्भूनाथ स्तुप) Nachdem Aufstieg bot sich uns ein traumhaftes Bild des buddhistischen Tempels:
Zum Abschluss gings dann noch zur Massage, wo mich 1 Stunde lang ein derber Nepalese bearbeitet hat...
Guten Abend Frankfurt, Guten morgen Abu Dhabi und now Welcome to Nepal.
Nach gut 30 Stunden stand ich nun mit 200 Leuten aus dem Flug von Abu Dhabi nach Kathmandu am Visa Counter. Als gelernter Deutscher denk man, hey die Typen hier werden bestimmt gleich 5 Schalter öffnen, um den Ansturm an Immigranten abzuarbeiten. Falsch gedacht, wir sind hier in Nepal. Gut 1 Stunde und 40USD später war ich dann endlich drin - in NEPAL.
Heute hab ich erstmal meinen Schlaf, in Felix kleiner Oase im Chaos nachgeholt und gleich das Nationalgericht "Dhal Bhat" ausprobiert. Eine Art Linsenbrei mit Reis und viel viel viel Gemüse. Schaut selbst (PS: man beachte übrigens den Funkturm gleich hinterm Garten!):
Namaste. Die Tage kommen dann weitere Eindruecke! ;-)
Was heisst das eigentlich? Mittlerweile ist man doch in (fast) allen Teilen der Erde irgendwie erreichbar. Mobilfunk sollte es doch auch in Nepal geben und Internet sowieso. Das ist ja mal Fakt! Nun gut - Ich bin dann mal weg - aber ich komm wieder. Ich hoffe gerade diese Aussage tröstet meine Freundin darüber das ich ihr in der Prüfungszeit nicht zur Seite stehen kann, auch wenn Sie in Gedanken sich meiner Unterstützung immer sicher seien kann.
Es geht also nach Kathmandu, auf das Dach der Welt (1300m ü.M.). Wer weiss wie weit das weg ist von Dresden (300m ü.M.)? Selbst Google Maps konnte mir keine Verbindung ausrechnen. Mit dem Flugzeug sind es irgendwas um die 14 Stunden und dann werd ich von Felix empfangen. Er lebt seit 4 Monaten mit seiner Freundin Rachel in Kathmandu. Ich hoffe das werden 3 sehr prägende Wochen, die mir eine ganze andere Welt zeigen.
Natürlich werde in diesen 3 Wochen hier meinen Senf zu den örtlichen Starbucks- und Dönerbuden-Filialen abgeben - schließlich ist das ja hier ein Blog. ;-) Ach und noch was. Mein Buch über diese Reise wird in ungefähr 5 Jahren veröffentlich. Ich muss nur noch den Bild Reporter auftreiber der das Buch von Hape Kerkeling geschrieben hatte. Hat jemand evtl.l den Xing Kontakt?
Tschüsikowski!