Schweiz - ein Resümee in Bildern
1. Nov. 2009Die Eindrücke haben sich gesetzt, die Bilder sind sortiert und bearbeitet. Nun gilt es noch einmal alle Ausflüge hier zusammen zufassen und den ein oder anderen touristischen sowie fotografischen Hinweis zu nennen. Also fangen wir an:
Lausanne & Lutry
Lausanne ist der Sitz des IOC und des internationalen Sportgerichtes, wo aktuell Claudia Pechstein gegen ihre Sperre klagt. Die Stadt ist direkt am Hang zwischen Bergen und dem Genfer See gebaut und ist quirlig gewachsen. Man findet kaum einen Fleck der nicht bebaut und mit Menschen bevölkert ist. Für Sportbegeisterte bietet The Olympic Museum einen großartigen Einblick in den Spirit und die Geschichte der Olympischen Spiele. Leider ist fotografieren nur in der Außenanlage erlaubt.
Abhilfe schafft das Musée de l'Elysée (Fotografie Museum) welches in einem schicken Chatêl beherbergt ist und im gleichen Park wie The Olympic Museum liegt. Aktuell ist hier eine Ausstellung über einen Mann, der als Gerichtsfotograf in der Zeit von 1910 gearbeitet hat. Für alle Krimi- und Horrorliebhaber sehr zu empfehlen!
Einen besonderen Flair hat die kleine Nachbarstadt Lutry, dessen Hafen zum Verweilen und Flanieren einlädt. Hier auch gleich ein ganz wichtiger Tipp, für alle die gern die französische Schweiz bereisen möchten: Viele Geschäfte und Restaurants schließen über die Mittagszeit oder bereits ab 17:00 Uhr. Das sollte man wissen, wenn man noch Besorgungen zu erledigen hat.
Chatêau de Chillon & Montreux / Vevey
Das Chatêau de Chillon liegt direkt am Ufer des Genfer Sees und soll das meist fotografierteste Motiv der Schweiz sein. Tatsächlich ist das Chatêau wunderschön am blauem Wasser gelegen und bietet für alle Fotografen ein super Motiv. Diese Sicht trübt jedoch die magere Innenausstattung, welche man für happige 12 CHF p. Personen + 6 CHF für den Audiokommentar besichtigen darf. Tipp: Schaut es euch von außen an und fahrt anschließend weiter.
Von Chillon schaut man direkt auf Montreux, der legendären Stadt des Internationalen Jazz Festivals und letzte Ruhestädte von Freddie Mercury. Dementsprechend verbindet man mit der Stadt eine einladende Promenade mit kleinen Cafés und herrlichen Restaurants, die die Meeresfrüchte tagesfrisch anbieten. Leider trübt sich auch dieses Bild, wenn man die Stadt außerhalb des großen Jazz Events besucht. Neben dem prunkvollem Montreux Placa reihen sich ausschließlich 70er Jahre Hotel- und Lückenbauten. Einzig empfehlenswert ist das Denkmal zu Ehren Freddie Mercury's.
Vevey ist eine Mischung aus Lausanne und Montreux. Wieder direkt zwischen Bergen und dem Wasser gebaut ist diese Stadt eher ruhig gewachsen. Die Häuser könnten von der Bauart her sogar in Deutschland stehen und man fühlt sich irgendwie wohl. Vevey ist darüber hinaus auch der Hauptsitz des Nestlé Konzerns, der unter anderem ein Museum über Lebensmittel unterhält. Aus diesem Grund steckt am Ufer eine riesige Gabel im Wasser, was man überhaupt nicht erwartet.
Gruyère & Moléson
Zitat aus einem Reisebericht: Wöllte man in einem Märchen die Schweiz mit ihren ganzen Klischees überspitzt darstellen, so wäre Gruyère der perfekte Ort dafür. Eingerahmt von Bergen, steht das Örtchen selbst auf einem Hügel mitten in einem flachem Tal.
Übrigens gibt es in Gruyère den perfekten Ort für ein traditionelle Käsefondue/-raclett. Im Le Chalet wird die kulinarische Schweiz zu einem Genusstempel auf 35qm. Einfach Klasse!
Der Berg Moléson ist ein beliebtes Ausflugsziel, da man ihn gut mit Gruyère verbinden kann. Erst ein leckeres Käsefondue und dann bezwingt man den Berg - oder anders herum. Das besondere ist, dass auf dem Berg eine Zahnradbahn hinauf führt und diese im Vergleich günstig ist (8 CHF p. Person). Von der Mittelstation aus kann man gemütlich in 2-3 Stunden in das Tal wandern.
Zum Schluss sollte man auf jedenfall noch den Gruyère Fromagerie Shop mitnehmen!
Bern
... ist wunderschön. Für die Einen zum Shoppen, da Bern das Schweizer Mekka in Sachen Boutiquen ist und für die Anderen zum Fotografieren (Street Fotografie). Die Altstadt zeichnet sich durch lange geradlinige Straßen die parallel zueinander verlaufen aus und aller 500m wird dieses Bild durch Brunnen eingerahmt. Die Häuser stehen direkt an der Straße, beherbergen Arkarden und bilden damit gleichzeitig die Einkaufszeilen. Von der Altstadt kann man über Treppen hinunter zu den anderen Stadtteilen gelangen. Wer zwischen dem Shoppen eine Stärkung braucht, sollte unbedingt die Schweizer Rösti im Restaurant Falken probieren.
Die folgenden Bildern sind übrigens größtenteils in Schwarz/Weiss entstanden, da es an diesem Tag trüb und regnerisch war und irgendwie gut zur Street Fotografie passt.
Zermatt (Matterhorn)
Letzte Station unserer Schweiz-Reise, ist das Dorf Zermatt am Fuße des höchsten Berges der Schweiz, dem Matterhörnli (4.478m).
Um das in der Nebensession verschlafene Dörfchen zu erreichen, muss man das Auto im Vorort Täsch abstellen und mit der Matterhorn Gotthard Bahn ca. 15km nach Zermatt fahren. Hintergrund ist, dass Zermatt seit Jahrzehnten Autofrei ist und nur Elektroautos dort fahren dürfen. Wahrscheinlich liegt diese Verordnung auch an den engen Gassen, die nur wenig Platz für Autos bieten würden. In Zermatt angekommen wird man vom hoteleigenen Elektroauto abgeholt und bis quasi vor das Zimmer gebracht. Strange, aber irgendwie auch cool.
Das Matterhorn an sich ist nur bei klarem Wetter zu erleben. Wir hatten zum Glück 2 Tage lang den "Blickli" direkt auf das Matterhorn, einfach genial! Auf den Berg selbst kann man nicht, jedoch mit der Gornergart Bahn auf den Gornergrat bis auf 3.100m.
Für rund 60 CHF p. Person fährt man ca. 40 Minuten bis auf den Gipfel. Es lohnt sich einen Zwischenstopp zur Station "Rotenboden" einzuplanen und von dort aus zum Riffelsee zu laufen. Im Sommer spiegelt sich das Matterhorn in dem See, was bestimmt zum schönsten Motiv in der Schweiz gehört. Da z.Z. aber Winter ist gibt es eben nur Winterimpressionen. BTW, Sehr zu empfehlen bei dem Wetter sind Lowepro Handschuhe.
Übrigens ...
Käsefondue & Matterhorn rockt! BTW eines der schönsten Hotels der Welt.
- Die Gabel
- Sehr schöne Bilder :)
- Vati -
November 3, 2009, 5:52 pm
Einen Kommentar hinzufügenKatrin - November 1, 2009, 7:32 pm
Was man mit Besteck so alles machen kann... Sehr schöne Bilder Marcus :)
Tobi - November 1, 2009, 7:38 pm
Gefällen mir sehr gut deine Bilder...
Sehr schöne Fotos. Über die Verletzung der Urheberrechte vom Berner Springbrunnen müssen wir noch mal ein ernstes Wort reden. Deine Ellis