Reisebericht: Koh Chang (Thailand)

11. April 2010

Guten Tag bzw. Sawasdee kar aus Koh Chang.
Koh Chang, oder auch Ko Chang geschrieben, ist eine Insel, 3x größer als Hiddensee, am südöstlichen Zipfel von Thailand. Direkt an der kambodschanischen Grenze gelegen ist sie bis zu 95% mit natürlichen Urwald bedeckt. Teile der Insel sind bis heute unberührt und Bettenburgen findet man zum Glück nicht.

Da dies meine erste Thailandreise ist und die Eindrücke sehr viele sind, teile ich meinen Fotobericht in folgende Bereiche:

Ankunft in Bangkok und erste Eindrücke

Der Flughafen von Bangkok ist Wahnsinn und für ein asiatisches Land wie Thailand einfach riesig. Kurz nach der Landung unserer Maschine aus Berlin-Tegel hasteten wir gefühlte 3 km zum nächsten Flug nach Trat. In diesem Kühlschrank von Flughafen tummeln sich Tausende von Menschen um von A nach B zu kommen. Der Flughafen von Frankfurt wirkt für mich winzig dagegen.

Vorletzte Station vor Ko Chang ist der Flughafen Trat. Er ist ähnlich gestaltet wie der Flughafen von Ko Samui. Es gibt eine Lande- und Startbahn und man wird mit kleinen Bimmelbahnen vom Flugzeug abgeholt. Das “Terminal” besteht aus einem großem bambusbedecktem Haus und ein Auto bringt das Gepäck direkt in die Wartehalle. Man fühlt sich wie in einem kleinem Paradies angekommen. Klasse!

Auf die Insel kommt man anschließend mit einer großen Autofähre, die ca. 45 Minuten vom Festland aus benötigt. Der Blick von der Fähre auf den Horizont überrascht, denn man sieht eine große Insel mit ungewohnt hohen Bergen. Der höhste Punkt von Ko Chang ist 600m ü.d. Meeresspiegel, wobei das umliegende Festland von Trat sehr flach ist.  Hier hat jemand tatsächlich eine kleine wunderbare Bilderbuchinsel geschaffen, man fühlt sich ein wenig wie Freitag oder doch Robinson?

Flora und Fauna

Was bei uns mühsam und doch spärlich wächst, ist hier mindst. 4mal so gross. Die Monstera meiner Schwiegermutter ist ca. 30cm als gesamte Pflanze. Im Urwald ist mir ein Blatt dieser Monstera begegnet – es war größer als ich (1,83m). Was soll ich noch sagen, die Schönheit und die Größe zeigen nun die Bilder.

Essen am Strand

… ist einfach genial und die Feuerspiele der jugendlichen Thailänder tun ihr übriges, dass der Strand zum kuliunarischen Colloseum wird. Gebratener Fisch in Lemon-Soße, Green Curry oder Beef in Oyster-Soße – alles spicy und sehr sehr lecker. Die Thailänder verstehen es überhaupt nicht, warum wir Deutschen alle Speisen mit Reis essen. Alle Gerichte werden normalerweise pur verzehrt. Was soll’s … haut rein:

Kochen auf thailändisch (spicy)

Das, was man gern essen möchte, will man auch gern zubereiten. Auf diese Weise lernt man zum einen die Hauptgerichte (Dishes) kennen und zum anderen die richtige Zubereitung für die daheimgebliebenen Freunde. ;-)Bei Kati’s Kulinary checkten wir uns daher für einen Kochkurs ein.
Kati teilte die Teilnehmer in Team Finland, Team Germany I und Germany II ein und wir kochten gemeinsam Spring Roll’s (Frühlingsrolle) und Green/Red Curry. Natürlich wurde von der Curry Paste bis zum Innenleben der Spring Roll’s alles selbst hergestellt. Am Ende standen nach 6 Stunden rund 10 Gerichte auf dem Tisch und jeder Teilnehmer hat sein Examen mit “Kitchen Chef” bestanden.  Man, war das lecker!

Handeln, Handeln, Handeln

Auf Thailands Straßen und so auch auf den Straßen von Ko Chang tummeln sich eine Menge Händler mit Nick Nack und allerlei gut gemachten bzw. gut gefälschten Klamotten.
Wenn einem etwas gefällt und man Interesse zeigt wird dies sofort von den Adleraugen des Händlers bemerkt und man wird fachkundig beraten. Fragt man anschließend nach dem Preis tippt der oder die Thai einen überteuerten Preis auf einen Taschenrechner ein. Nicht ohne Grund, den Handeln gehört zum guten Ton. Sprüche wie “Mama mia .. to low to low” oder “I have two small kids at home” sind Normalität und 20-40% Preisnachlass sollten immer drin sein. ;-)

Elefantenreiten und -schwimmen

Elefanten (thailändisch: Chang) kennt man aus dem Zoo, wo man sie aus ca. 20-30m Entfernung bewundern kann. Auf Ko Chang kann man mit Dickhäutern durch den Urwald über Stock und Stein reiten.
Höhepunkt des zweistündigen Ausflugs ist ein Bergtümpel, in dem zwei Elefanten-Mamas zum schwimmen bitten. Natürlich nicht nur schwimmen sondern auch gleich zum Schruppen der Haut. Aber das macht man gern, man kann schließlich nicht jeden Tag einen Elefanten streicheln, reiten, füttern und putzen.

Snorkeling / Insel hopping

Schnorcheln ist was Feines: Kopf unters Wasser und schwupps .. blub .. blub ist man im Aquarium.
Mit einem Speedboot steuerten wir in Richtung Koh Mak an ein süßes kleines Riff an. Die Unterwasserwelt ist herrlich und nach meinem Eindruck fast ein bisschen besser als auf den Malediven 2006. Leider fehlt mir für meine IXUS immernoch ein passendes Unterwassergehäuse, um die wunderschön grünen Korallen einzufangen.
Auf dem Boot und am Strand gab es dann zwischendurch herrlich frische Wassermelonen und Ananas. LECKER!!!

Songkran

Songkran ist das Fest zum Thailändischen Neujahr vom 13. – 15.04. An diesen Tagen wird die Vertreibung der bösen Geister überschwenglich gefeiert und nun weiß ich den Grund, warum es in Thailand derart viele Pickups gibt:
Man trifft sich an der Strasse oder rottet sich auf Pickups zusammen und versucht jeweils den Gegner nass zu spritzen. Die Pickups haben dazu riesige “Buckets” mit Wasser geladen, damit die Kids ihre Wasserpistole dauerhaft laden können. Der Feind auf der Strasse ist meist gleich mit einer festen Wasserleitung bewaffnet. Dazu läuft aus allen Ecken Tanzmusik, so dass man sich diesem Treiben gar nicht entziehen kann.

Katja und ich sind selbst so nass geworden, das unsere Jeans nach zwei Tagen immernoch nicht richtig trocken waren. Wer also Ballermann satt hat, sollte sich Songkran in Thailand gönnen!

Übrigens …

Anbei ein paar Youtube Filme über das Songkran Fest (Thailändisches Neujahr).

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